Trennungsunterhalt - Tipps zum Unterhalt bei Trennung

Trennungsunterhalt - Die 5 besten Tipps zum Unterhalt bei Trennung

Die Trennung eines Ehepaares bringt vielfältige Veränderungen mit sich. Diese Veränderungen sind nicht nur emotionaler Natur, sondern wirbeln in vielen Fällen auch die finanzielle Situation der Ex-Partner durcheinander. Damit die Ehepartner sich im Trennungsjahr keinen existenziellen finanziellen Sorgen gegenübersehen, gibt es den Trennungsunterhalt. Unterhaltsberechtigt sind Ehegatten, die vor der Trennung nicht erwerbstätig waren. Voraussetzung für einen Trennungsunterhalt ist außerdem, dass der allein verdienende Ehegatte leistungsfähig ist. Doch welche Tipps sollte man beim Trennungsunterhalt außerdem beachten?

1. Wer während der Ehe nicht gearbeitet hat, muss sich während des Trennungsjahres nicht sofort eine Stelle suchen

Der Trennungsunterhalt soll den Ex-Partnern die Möglichkeit geben, sich nach und nach an die neue Lebenssituation zu gewöhnen. Wer also bislang während der Ehe nicht berufstätig war, von dem kann nicht sofort nach der Trennung verlangt werden, sich eine Arbeit zu suchen. Ihr Ex-Partner kann eine Berufstätigkeit nur dann von ihnen während des Trennungsjahres einfordern, wenn dies im Hinblick auf eine frühere Erwerbstätigkeit und nach Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen von Ihnen erwartet werden kann.

2. Machen Sie keine falschen Angaben im Hinblick auf Ihre Einkünfte

Wenn Sie Trennungsunterhalt von Ihrem Ex-Partner fordern, sollten Sie unbedingt wahre Angaben in Bezug auf Ihre Einkünfte und Ihre Lebensverhältnisse machen. Tun Sie dies nicht, kann das Ihren Anspruch auf Trennungsunterhalt gefährden. Haben Sie also einen Minijob oder eine andere Einnahmequelle, müssen Sie dies unbedingt offenlegen.

3. Ihr Ehegatte muss Ihnen Auskunft über seine Einkommenssituation geben

Um die Bejahung Ihres Trennungsunterhalts bzw. dessen Höhe zu berechnen, müssen Sie das bereinigte Nettoeinkommen Ihres Ex-Partners kennen. Weigert sich dieser jedoch, Ihnen Einblick in seine Finanzen zu gewähren, können Sie diesen Anspruch auch gerichtlich durchsetzen.

4. Zur Existenzsicherung kann eine einstweilige Anordnung bei Gericht beantragt werden

Weigert sich Ihr Ex-Partner Ihnen Trennungsunterhalt zu zahlen und bringt Sie das in eine schwierige finanzielle Situation, dann können Sie beim zuständigen Gericht eine einstweilige Anordnung beantragen. Durch diese einstweilige Anordnung kann das Gericht dafür Sorge tragen, dass Ihr Ex-Partner den Unterhalt aufbringt oder Ihnen einen Prozesskostenvorschuss zahlt, so dass Sie einen gerichtlichen Prozess anstreben können.

5. Nicht direkt bei Ihrem neuen Partner einziehen

Der Trennungsunterhalt kann Ihnen dann verweigert werden, wenn Sie schon vor einem Jahr bei Ihrem neuen Partner eingezogen sind. Denn in diesem Fall geht das Gericht von einer groben Unbilligkeit aus, wenn der Trennungsunterhalt bejaht würde. Denn lebt der bedürftige Ehegatte bereits seit einiger Zeit in einer neuen, verfestigten Gemeinschaft, kann vom Ex-Partner keine Zahlung eines Trennungsunterhalts mehr verlangt werden. Ab wann eine Gemeinschaft als verfestigt gilt, wird dabei von Gericht zu Gericht unterschiedlich beurteilt.

5/5 - (72 votes)