Rechtsanwalt & Fachanwalt Umgangsrecht Frankfurt

Ihr Rechtsanwalt & Fachanwalt für Umgangsrecht in Frankfurt

Lässt sich ein Paar mit Kindern scheiden oder trennt es sich, dann geht nicht nur die Beziehung eines Paares zu Ende, sondern auch die Lebenssituation der Kinder verändert sich drastisch. Im Zuge der Trennung kann es für die Kinder zu einem Umzug kommen, wodurch sie nicht nur einen der Elternteile deutlich weniger sehen, sondern wohl möglich auch von anderen Verwandten oder ihren Freunden getrennt werden.

Das Umgangsrecht ist daher in diesem Zusammenhang ein wichtiges Instrument, um die Beziehung der Kinder zu ihren Eltern oder anderen Verwandten aufrecht zu erhalten. Ihr Rechtsanwalt der Kanzlei Lenhardt & Lenhardt unterstützt Sie bei allen Problemen zu diesem Thema.

Das versteht man unter Umgangsrecht

Unter Umgangsrecht versteht man das Recht eines minderjährigen Kindes, regelmäßig Kontakt zu seinen Eltern oder anderen ihm nahestehenden Personen zu haben. Dadurch sollen nach einer Trennung, die Bindung zwischen Kindern und dem räumlich getrennt-lebenden Elternteil erhalten bleiben.

Wie Ihr Fachanwalt für Familienrecht Ihnen gerne erläutert, handelt es sich beim Umgangsrecht nicht nur um ein Recht der Kinder, sondern gleichzeitig auch um ein Recht und eine Pflicht der Eltern. Das Recht auf Umgang dient in der Regel nicht nur dem Kindeswohl, sondern ermöglicht es zugleich den Eltern, an der Erziehung und der Versorgung der Kinder teilzuhaben.

Was bedeutet Umgang mit anderen Bezugspersonen?

Neben Eltern, wenden sich auch andere Verwandte an einen Rechtsanwalt, um ihr Umgangsrecht durchzusetzen. Denn bei einer sehr engen Bindung zwischen Kind und Verwandten, kann auch den Großeltern, Tanten und Onkeln oder anderen Bezugspersonen ein Umgangsrecht zustehen. Neben der engen Bindung muss es außerdem dem Kindeswohl zugutekommen, wenn die Beziehung zwischen dem Kind und der dritten Person weiterhin gefördert werden soll.

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema, können Sie sich vertrauensvoll an Ihren Fachanwalt für Familienrecht aus Frankfurt wenden.

So helfen wir Ihnen als Rechtsanwalt für Umgangsrecht weiter

Benötigen Sie juristische Hilfe für den Themenkomplex Umgangsrecht, dann können wir als Fachanwalt für Familienrecht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Als Fachanwalt zeichnet uns aus, dass wir über ein vertieftes Fachwissen und langjährige Erfahrung auf dem Gebiet des Familienrechts verfügen. Wir handeln außergerichtliche Umgangsregelungen mit Ihrem Ex-Partner für Sie aus oder reichen Anträge auf Umgangsrecht bei Gericht für Sie ein.

Auch andere familienrechtliche Themenkomplexe bearbeiten wir gerne für Sie. Vereinbaren Sie einfach einen persönlichen Beratungstermin bei Ihrem Rechtsanwalt der Kanzlei Lenhardt & Lenhardt in Frankfurt am Main. Wir freuen uns schon darauf, Sie kennenzulernen.

Häufige Fragen & Antworten zum Umgangsrecht

Um dem Umgang zwischen Eltern und Kindern nach der Trennung/ Scheidung eine Struktur zu geben, haben sich verschiedene Umgangsmodelle herausgebildet. Ihr Rechtsanwalt der Kanzlei Lenhardt & Lenhardt wird Ihnen die Vor- und Nachteile dieser Umgangsmodelle auf Wunsch erläutern.

Das in Deutschland am weitesten verbreitete Umgangsmodell ist das sogenannte Residenzmodell. Das Kind lebt bei diesem Umgangsmodell im Haushalt eines Elternteils und trifft den anderen bei regelmäßigen Besuchen.

Als Alternative zu diesem Modell gibt es das Wechselmodell. Wie der Name schon sagt, lebt das Kind bei diesem Umgangsmodell abwechselnd bei beiden Elternteilen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass das Kind zwei Wochen bei der Mutter lebt und anschließend zwei Wochen beim Vater verbringt. Praktisch umsetzbar ist dieses Modell am besten, wenn die Wohnungen der Eltern in der Nähe voneinander liegen. Andernfalls kann das Kind mit unnötig langen Schulwegen, sowie ständigem Pendeln konfrontiert sein. Dies kann dazu führen, dass ein Gericht meint, ein Wechselmodell entspricht nicht dem Wohl des Kindes. Die Durchsetzung des Wechselmodells erfordert eine entsprechende taktische Vorbereitung.

In den letzten Jahren immer beliebter wurde außerdem das sogenannte Nestmodell. Charakteristisch für dieses Modell ist, dass die Kinder stets in der gleichen Wohnung bzw. im gleichen Haus leben und dort abwechselnd von beiden Elternteilen betreut werden. So muss das Kind sich nicht stets an eine neue Umgebung gewöhnen. Allerdings kann dieses Modell den Eltern unter Umständen zu viel abverlangen.

Weiteres zum Thema Umgangsrecht und Umgangsmodelle können Sie mit Ihrem Fachanwalt für Familienrecht besprechen.

Es kommt darauf an. Das Familiengericht kann auf Antrag eines Elternteils, auch gegen den Willen des anderen Elternteils, ein sogenanntes paritätisches Wechselmodell, also die etwa hälftige Betreuung des Kindes durch beide Eltern, als Umgangsregelung anordnen, wenn die geteilte Betreuung durch beide Eltern im Vergleich mit anderen Betreuungsmodellen dem Kindeswohl im konkreten Fall am besten entspricht. Dies hat der Bundesgerichtshof mit einem jetzt veröffentlichten Beschluss vom 01.02.2017 entschieden (Az.: XII ZB 601/15).

Entscheidender Maßstab der Anordnung eines Umgangsrechts sei, neben den beiderseitigen Elternrechten, allerdings das Kindeswohl, das vom Gericht nach Lage des jeweiligen Einzelfalls zu prüfen sei, betonte der BGH. Das Wechselmodell sei demnach anzuordnen, wenn die geteilte Betreuung durch beide Eltern im Vergleich mit anderen Betreuungsmodellen dem Kindeswohl im konkreten Fall am besten entspricht. Dabei sei zu berücksichtigen, dass das Wechselmodell, gegenüber herkömmlichen Umgangsmodellen, höhere Anforderungen an die Eltern und das Kind stellt, das bei doppelter Residenz zwischen zwei Haushalten pendelt und sich auf zwei hauptsächliche Lebensumgebungen ein-, beziehungsweise umzustellen habe.

Das paritätische Wechselmodell setze zudem eine bestehende Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Eltern voraus. Dem Kindeswohl entspreche es dagegen regelmäßig nicht, ein Wechselmodell zu dem Zweck anzuordnen, diese Voraussetzungen erst herbeizuführen. Sei das Verhältnis der Eltern erheblich konfliktbelastet, so liege die auf ein paritätisches Wechselmodell gerichtete Anordnung in der Regel nicht im wohlverstandenen Interesse des Kindes. Wesentlicher Aspekt sei zudem, der vom Kind geäußerte Wille, dem mit steigendem Alter zunehmendes Gewicht beizumessen sei.

Ihr Rechtsanwalt kann Sie darüber informieren, wann das Umgangsrecht verweigert werden kann. Dies ist dann der Fall, wenn der Umgang mit dem Elternteil das Wohl des Kindes gefährden könnte. Als Fachanwalt für Familienrecht wissen wir genau, wann dies häufig einschlägig ist. So können eine Alkohol- oder Drogenabhängigkeit eines Elternteils, sowie gewalttätiges Verhalten dazu führen, dass das Umgangsrecht verweigert wird. Gleiches gilt beim Vorliegen bestimmter psychischer Erkrankungen.

Ein Fachanwalt für Familienrecht wird mit Ihnen besprechen, ob im Hinblick auf Ihren Partner oder Sie solch eine Umgangsrecht Verweigerung in Betracht kommt.

Ihren Rechtsanwalt können Sie selbstverständlich auch fragen, wer die Entscheidungen im Hinblick auf das Umgangsrecht trifft. Ein Fachanwalt für Familienrecht wird Ihnen in diesem Zusammenhang erläutern, dass primär die Eltern darüber entscheiden, welche Umgangsregelungen vereinbart werden.

Sind diese nicht in der Lage, eine einvernehmliche Regelung für das Umgangsrecht zu finden, kann das Familiengericht eine solche festlegen. Eine solche Umgangsrecht Entscheidung trifft das Familiengericht aber nur auf Antrag des umgangsberechtigten Elternteils. Gerne reicht Ihr Rechtsanwalt aus Frankfurt solch einen Antrag für Sie ein.

Vorwegzunehmen ist, dass bezüglich der Regelung von Kindschaftssachen der Beschleunigungsgrundsatz herrscht. Dies bedeutet, dass die Verfahren, dem Kindeswohl entsprechend, in möglichst kurzer Zeit zu verhandeln sind.

Davon ausgehend, dass das Mandat mit der Feststellung beginnt, dass eine gerichtliche Vorgehensweise die zielführendste Variante ist, dann kann grob von folgendem zeitlichen Ablauf ausgegangen werden: Nach Einreichung des Antrags vergehen meistens circa 3 Wochen, bis klar ist, wann welche Termine stattfinden werden. Hierzu gehören jeweils ein Gespräch, das mit einem Verfahrensbeistand (m/w) zu führen ist, der sich vor Ort einen Eindruck über die Lebensgewohnheiten der Beteiligten verschafft, mit dem Kind spricht und seine Stellungnahme an das Gericht abgibt. Ebenfalls ist ein Gespräch mit dem Jugendamt zu führen, sodann findet der Termin vor Gericht statt.

Die Gerichtsverhandlung dient zur Anhörung sämtlicher Beteiligter. Sollte das Kind angehört werden, findet dies in einem kindgerechten Rahmen statt. Die Gerichte sind hier geschult. Anlässlich des gerichtlichen Verfahrens ist auf eine Einigung zwischen den Beteiligten hinzuwirken. Gelingt eine solche nicht, wird das Gericht eine Entscheidung treffen, die es als dem Kindeswohl entsprechend erachtet.

Hier wird es sich auf die Vorträge der Rechtsanwälte, des Verfahrensbeistandes (m/w) des Jugendamtes, der Eltern selbst und des eigenen Eindrucks beziehen. Eine entsprechende Vorbereitung und Ordnung der Angelegenheit ist daher unerlässlich.

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