Düsseldorfer Tabelle 2019

Düsseldorfer Tabelle 2019 - Mehr Unterhalt für Trennungskinder

Bei der Düsseldorfer Tabelle handelt es sich um eine seit 1962 existierende Richtlinie zum Kindesunterhalt bei Trennungskindern. Sie entstand aus der Rechtsprechung des Oberlandesgericht Düsseldorf heraus, setzte sich bundesweit als Richtlinie durch und wird inzwischen alle zwei Jahre weiterentwickelt. Auch die Unterhaltssätze unterliegen Anpassungen und Veränderungen. Deshalb lohnt es sich jährlich auf Neuerungen zu achten.

Die aktuelle Düsseldorfer Tabelle 2019 finden Sie in unsererm Downloadbereich.

Was ist die Düsseldorfer Tabelle?

Die Düsseldorfer Tabelle regelt die Unterhaltsbedarfssätze von Trennungskindern. Dabei finden das Kindesalter und das Einkommen des Unterhaltszahlers Beachtung und hat Auswirkungen auf die Höhe des Bedarfssatzes. Die Düsseldorfer Tabelle verdankt ihren Namen dem Landgericht Düsseldorf. Dort wurde sie ursprünglich entwickelt und im Jahr 1977 vom Oberlandesgericht Düsseldorf veröffentlicht. Inzwischen sind die Oberlandesgerichte und die Unterhaltskommission des Deutschen Familientages e.V an den regelmäßigen Änderungen und Aktualisierungen der Düsseldorfer Tabelle beteiligt.

Die Düsseldorfer Tabelle 2019: Was hat sich geändert?

Nach den letzten beiden Jahren steigen auch ab dem 1. Januar 2019 die Bedarfssätze bei minderjährigen Kindern von 6 bis 14 Euro im Monat. Die Ansprüche ergeben sich nach Alter und dem Einkommen der Eltern. Die Bedarfssätze wurden dabei an die Änderung der Mindestunterhaltsverordnung angepasst. Die Bemessungsgrundlage orientiert sich am unmittelbaren Bezug auf das sächliche Existenzminimum.

Der monatliche Unterhaltsanspruch minderjähriger Kinder bei einem monatlichem Einkommen bis 1.900,00 Euro steigt somit bei der ersten Einkommensstufe und der ersten Altersstufe (bis zum 6. Lebensjahr) um 6 Euro (348 Euro anstatt 354 Euro), bei Kindern vom 6. bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres um 7 Euro (406 Euro anstatt 399 Euro), sowie ab dem 13. Lebensjahr um 9 Euro (476 Euro anstatt 467 Euro). Der Bedarfssatz von Kindern der Einkommensgruppen 2 bis 5 (1.901,00 Euro bis zu 3.500,00 Euro) steigt um 5 %. Bei den Einkommensgruppen 6 bis 10 (3.501,00 Euro bis 5500,00 Euro) sind es 8%. Unverändert bleiben im Jahr 2019 die Einkommensgruppen und die Bedarfssätze volljähriger Kinder.

Wie wird das Kindergeld bei Bedarfssätzen der Düsseldorfer Tabelle angerechnet?

Der Elternteil, der den Kindesunterhalt zahlt, muss das Kindergeld auf den jeweilige Bedarfssatz anrechnen. Das Kindergeld steht in der Regel nämlich beiden Elternteilen zur Hälfte zu, wird aber an denjenigen ausgezahlt, bei dem das Kind lebt. Deswegen wird das Kindergeld vom Bedarfssatz der Düsseldorfer Tabelle zur Hälfte abgezogen. Aktuell beträgt das Kindergeld für das erste und das zweite Kind 194 Euro, ab Juli 2019 steigt es auf 204 Euro. Die anzurechnende Hälfte beträgt demnach 102 Euro. Der Bedarfssatz, der sich aus der Düsseldorfer Tabelle ergibt, ist also nicht gleichzeitig der Betrag, der als Unterhalt bezahlt wird. Bei volljährigen Kindern in der Ausbildung wird der gesamte Betrag des Kindergeldes an das Kind selbst weitergeleitet und dementsprechend auch in voller Höhe vom Unterhalt abgezogen. Außerdem berechnet sich der Unterhalt ab dem 18. Lebensjahr anhand der Düsseldorfer Tabelle durch das Einkommen beider Eltern.

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